Wenn du als Trauzeugin die Hochzeit einer lieben Freundin begleiten darfst, ist das eine wunderschöne Sache. Ein Zeichen von Verbundenheit und Nähe, denn schließlich wird die Braut nur jemand sehr Vertrauten fragen. Mit der Entscheidung wer die Trauzeugin sein soll, kommt wahrscheinlich auch schnell die Frage auf, welche Aufgaben damit verbunden sein werden. Generell ist zu sagen, dass es da kein Muss gibt und es immer eine individuelle Sache ist. Die einen Bräute wollen und brauchen mehr Hilfe, andere weniger und es kommt natürlich auch darauf an, wieviel Zeit die Trauzeugin aufbringen kann. Wichtig ist die Kommunikation und einfach früh darüber zu sprechen. Wo wird Hilfe gebraucht, wo kannst du als Trauzeugin unterstützen. Was ist der Braut wichtig. Denn, die Trauzeugin ist vor allem einfach eine Stütze für die Braut.

Folgende Dinge können Aufgaben der Trauzeugin sein:

Brautkleid

Das Kleid ist wohl mit das wichtigste für die Braut. Klar, dass da die Trauzeugin nicht fehlen darf und Ihre Meinung gefragt ist. Als Trauzeugin kannst du Inspirationen sammeln, mögliche Brautgeschäfte/Brautmodenlabels mit raussuchen und deine ehrliche Meinung ist gefragt. Aber: Das wichtigste ist, dass die Braut sich wohl fühlt und das wirst du als enge Vertraute schnell merken. Gefunden werden sollte ein Kleid, welches zu der Braut passt und indem sie sich nicht verkleidet und sich frei bewegen kann.

Dekoration und Blumen

Die Dekoration und Blumen sind häufig Themen, die der Bräutigam nicht ganz so spannend findet. Daher ist dies ein toller Bereich um zu unterstützen. Passend zum Farbkonzept kannst du als Trauzeugin Vorschläge und Anbieter zusammensuchen und so die Braut entlasten. Stellt Moodboards, Tischkarten und besondere Blumenarrangements zusammen.

DIY – Projekte

Do it yourself – Projekte sind perfekt für gemeinsame Aktivitäten und Unterstützung. Ob es die Einladungskarten sind, Gastgeschenke oder Dekorationselemente. Die Möglichkeiten sind vielfältig und je nachdem um was es sich handelt, kann viel Arbeit zusammen kommen. Ein kleines gemeinsames Event daraus zu machen, ist doch gleich doppelt schön.

Junggesellenabschied

Dies wird dein Hauptpart sein. Den Junggesellenabschied zu planen ist deine Aufgabe als Trauzeugin. Auch hier gilt, es gibt kein Muss. Hauptsache es gefällt der Braut und ist ganz nach Ihren Vorstellungen. Am besten fragst du hier am Anfang der Planungen einfach mal nach den NoGo´s. Ansonsten kennst du deine Freundin ja aber auch ganz genau und weißt was ihr gefällt. Generell aber lieber von billigen Spielchen und Co. absehen bzw dezent nach den Wünschen der Braut fragen.  Für die Planung nimmst du dir am besten einen Planungshelfer dazu und machst einen groben Plan. Circa ein halbes Jahr vorher trommelst du die liebsten Mädels zusammen und machst den Termin fest, damit da dann auch tatsächlich alle können. Stelle den Mädels den Plan vor und sei offen für Ergänzungen und weitere Vorschläge, sodass sich alle einbringen können. Generell solltest du aber darauf achten, dass es stimmig ist und zu viele Köche verderben bekanntlich ja den Brei. Gestaltet einen tollen Abschied für euren Herzensmensch. Strengste Geheimhaltung ist angesagt, damit es eine absolute Überraschung ist.

Ansprechpartner für Überraschungen und Co.

Es gibt sicher Gäste, die für den Tag der Hochzeit einen besonderen Programmpunkt beisteuern möchten. Eine kleine Überraschung. Ob Feuerwerk, Rede oder ein selbstgedrehtes Video. Vielleicht möchtest du als Trauzeugin auch selbst eine Überraschung organisieren. Damit am Tag kein spontanes Chaos entsteht, braucht es im Vorhinein eine Person, an die sich gewendet und dies besprochen werden kann. Schließlich müssen diese Programmpunkte delegiert werden. Eine Möglichkeit wärst du als Trauzeugin. Auch hier gilt: Es muss dem Brautpaar gefallen. Ist etwas geplant, von dem du weißt, dass es nicht gewünscht ist, dies klar kommunizieren. Genauso mit der Anzahl an Überraschungen und Reden, schließlich gibt es nichts Schlimmeres als die 10. Rede während das Essen kalt wird.

Kurz vor der Hochzeit

Einige Tage vor der Hochzeit ist die Braut wahrscheinlich ein Nervenbündel und gestresst. Schau einfach, wie du ihr unter die Arme greifen kannst und sie ablenken kannst. Traditionell verbringen Braut und Bräutigam die Nacht vor der Hochzeit nicht zusammen. Überleg dir was Schönes für diesen besonderen Abend vor der Hochzeit.

Am Tag der Hochzeit

Am Tag der Hochzeit ist das wichtigste, dass du einfach für das Brautpaar da bist und generell den Überblick behältst und bei Not zur Stelle bist. Halte Braut Und Bräutigam den Rücken frei, damit diese den schönsten Tag in Ihrem Leben genießen können. Sei Ansprechpartner bei Fragen der Gäste und Dienstleister. Perfekt ist es, wenn du ein kleines Notfallcase dabei hast mit Nähzeug, Taschentüchern, Lippenstift zum auffrischen und Co. Den Zeitplan hast du am besten auch in der Tasche. Aber das wichtigste, genieß den Tag und freu dich für deinen Herzensmensch.

Trauzeugin zu sein, egal in welchem Umfang, ist etwas Tolles und eine große Ehre. Eins ist klar: Eine wunderschöne Zeit steht euch bevor, die dich und die Braut wahrscheinlich noch mehr zusammen schweißen werden. Nicht  vergessen, es gibt kein MUSS und immer schön kommunizieren.

Liebe.Immer.Linda